22. Oktober 2019 - 05:21 Uhr


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Gewichtsunterschied beim Klettern
Winny
Die Frage kommt immer wieder auf. Oft bei Klettereinsteigern, aber auch bei geübten Kletterern, die mit einem neuen Kletterpartner an die Wand (oder den Fels) wollen, sich aber nicht sicher sind, ob der Gewichtsunterschied beider Probleme bereiten wird oder nicht...

Wie gross darf oder soll der Unterschied zwischen den Kletternden einer Seilschaft (Sichernder und Kletterer) sein?

Optimal wäre es, wenn beide Seilschaftspartner gleich schwer wären. Das dürfte aber wohl in den allerwenigsten Seilschaften der Fall sein. Nach der aktuellen / offiziellen Lehrmeinung des DAV sollte der Gewichtsfaktor grundsätzlich nicht mehr betragen als das:

1,5 fache --> im Toprope
1,3 fache --> im Vorstieg


Größere Unterschiede erfordern besondere Erfahrungen beim Sichernden!

Was ist dieser Gewichtsfaktor eigentlich? Der Gewichtsfaktor ist der Gewichtsunterschied beim Klettern zwischen dem Kletternden und dem Sichernden (beim Sichern mit dynamischen Seil). Der Gewichtsunterschied wird als Gewichtsfaktor angegeben (wie oben, z.B. das 1,5 fache) der sich aus folgendem Quotienten berechnet:


Gewichtsfaktor = Gewicht Kletterer : Gewicht Sichernder



Kleines Beispiel:

Kletterpartner 60 kg (Kletternder)
Kletterpartner 80 kg (Sichernder)

Gewichtsfaktor = 60 : 80 = 0,75
--> Der Gewichtsunterschied läge nach aktueller Lehrmeinung im Rahmen (für Toprope und Vorstieg)

Tauschen die beiden Kletterer, so wäre dann der Gewichtsfaktor folgender = 80 : 60 = 1,33
--> Bei dieser Kletterkonstellation läge man für das Klettern im Toprope im grünen Bereich. Im Vorstieg hätte man den Faktor leicht überschritten.


Die letzte Kletterhallenstudie aus 2016 zeigte beschäftigte sich auch mit der Frage, ob man noch den Gewichtsfaktor als einziges / alleiniges Kriterium heranziehen sollte, oder ob man nicht besser einen "absoluten Gewichtsunterschied in kg" empfehlen soll!?

In den durchgeführten Tests zeigte sich, dass ein Gewichtsunterschied von 5kg sicher gehalten werden konnte und erst ab einem Unterschied von 10kg merkbare Unterschiede auftraten. Hier konnte man aber feststellen, dass bei höherem Gewichtsunterschied durch weitere Maßnahmen ein sicherndes Sichern ermöglicht werden konnte. So z.B. durch

* künstliche Gewichtserhöhung des Sichernden (Ballastsack, Verankerung o.ä.)
* Erhöhung der Reibung im Sicherungssystem durch sogenannte "Reibungserhöher" (z.B. Edelrid Ohm (hier klicken) --> Erklärung folgt in Kürze hier im Forum)

Es zeigte sich auch, dass bei einem Sturz des Kletterers der Sichernde den Sturz abbremsen konnte und weniger hochgezogen wurde, wenn der Sichernde so früh wie möglich den / die Füße gegen die Wand stemmt. Dabei sollte der Winkel Beine / Körper 90 Grad betragen.

Jetzt dürfte jedem auffallen, dass nackte Füße, Flip-Flops oder das coole Sichern im Sitzen oder gar im Liegen nicht COOL sind, sondern unter Umständen lebensgefährliche Gefahrenquellen darstellen!!!

Meiner Auffassung nach gehört solch ein cooles Gehabe ohnehin nicht in eine Kletterhalle oder an den Fels!

Das Fazit des Tests fand ich schön und treffend:
"Leichte haben's oft schwer. Aber wer sich auskennt, kann sich helfen."

Daher kann ich jedem nur emfpehlen sich zu schulen / schulen zu lassen! Jeder, der sich auskennt, kann sich helfen! Wir helfen Euch mit Sicherungseinweisungen und Kursen, damit ein Sicheres Sichern möglich ist (für Einsteiger und Fortgeschrittene).

Beherzigt zum Schutze Eurer eigenen Haut und der Eures Kletterpartners stets die Sicherungsregeln (Stichwort: Partner-Check, Wandabstand, Schlappseil, Festes Schuhwerk versus Schlappen usw.).

--> LINK zur Erinnerung --> Partner - Check (samt Videos)


Den Testaufbau und einen Bericht zum Thema "Gewichtsunterschiede beim Klettern" findet man beim DAV (Panorama 6/2016)

 
http://www.Kletterkirche.de
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